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Bürgerinitiative für Waffenstillstand in Gaza

Online unterzeichnen: Parlamentarische Bürgerinitiative für einen Waffenstillstand in Gaza

16/5/2024
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVII/BI/69 Ende Juni wird die Petition dann im Nationalrat behandelt werden. Der vollständige Text: Der Nationalrat wird ersucht, zu beschließen, dass die österreichische Bundesregierung für einen sofortigen und … [weiterlesen]

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Aufstand im Ghetto!


23. Dezember 2023

TERMIN – Veranstaltung am 11. Januar 2024 in Wien

Die Brutalität mit der der Krieg in Palästina geführt wird, verschlägt aktuell vielen die Sprache.
 
Donnerstag, 11. Januar 2024 – 18:30
Rögergasse 24-26, 1090 Wien

 

Um das Unaussprechliche in Worten zu begreifen, sind historische Referenzen allgegenwärtig: Die mahnende Erinnerung an den Antisemitismus und die Judenverfolgungen des frühen 20. Jahrhundert, Siedlerkolonialismus und der Vergleich mit dem Apartheid-Regime Südafrikas[1]. Wird die völkermörderische Dynamik in Gaza mit einem Vergleich beschrieben, der nicht zur Leitlinie passt, wird von den politisch-medialen Eliten gerne die These von der Einmaligkeit des Holocausts vorgeschoben. Doch haben die Leitmedien in Bezug auf die chinesische Provinz Xinjiang und den Vorwurf der Zwangsarbeit und Assimilationspolitik vor nur wenigen Jahren eben jenen Vergleich selbst gemacht.[2] Und das ist nur ein Beispiel von vielen.

Um zu erkennen, was die Einmaligkeit eines Ereignisses ausmacht, muss man es zuerst vergleichen. Die subjektiven Erfahrungen der persönlich Betroffenen und ihre Zeugnisse stehen für sich selbst. Doch jede Befassung mit Geschichte passiert aus der Sicht zeitgenössischer Gesellschaft und ihrer Konflikte. Wir wollen die Perspektiven des Widerstands, den gemeinsamen Kampf darum, in der Katastrophe einen eigenständigen Willen zur Befreiung zu behaupten, in den Vordergrund stellen.

Der Warschauer Ghetto-Aufstand 1943 ist ein Beispiel für einen solchen Volksaufstand. Wir wollen aber nicht in kulturellem Partikularismus steckenbleiben. Und der nächsten Generation des historischen Emanzipationsprojekts ist nicht geholfen, wenn ihr ethnisierte Täter- und Opfer-Stereotypen weitergegeben werden. Auch daher braucht es den historischen Vergleich zwischen den verschiedenen Kontexten der Segregation und der Rebellion dagegen:

 

– Südafrika & Namibia und der Widerstand gegen die Apartheid (Horst Kleinschmidt, Namibia-Deutscher und führender Aktivist des Widerstands gegen die Apartheid sowie engagierter Christ. Hier eine Beschreiung des ORF.)

– Deutsche Ostkolonisation und Warschauer Ghetto-Aufstand (Thomas Zechner, Historiker)

– Methodisches zur Einmaligkeit und Vergleichbarkeit (Oskar Lechleitner, Historiker)

 Es moderiert Martin Weinberger (Antiimperialistische Koordination)

 

[1]        Die von Amnesty international systematisch ausgearbeitete Apartheitsthese: https://www.amnesty.org/en/latest/news/2022/02/israels-apartheid-against…(link is external) Reuters, UN experts say ceasfire needed as Palestinians at ‚grave risk of genocide‘: https://www.reuters.com/world/middle-east/un-experts-say-ceasefire-neede…(link is external)

[2]     Selbst die jüdische Hochschüler:innenschaft trug die Gleichsetzungskampange mit: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201215_OTS0219/juedische-studi…(link is external) „Moderne Konzentrationslager“ und „Masseninternierung wie seit dem Holocaust nicht mehr“ zitiert der Tagesspiegel  https://www.tagesspiegel.de/politik/us-kongress-fordert-china-sanktionen…(link is external)

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