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Bürgerinitiative für Waffenstillstand in Gaza

Online unterzeichnen: Parlamentarische Bürgerinitiative für einen Waffenstillstand in Gaza

16/5/2024
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Information der Palästina Solidarität zur Lage in Graz nach den Attacken auf die Synagoge


14. September 2020

Information der Palästina Solidarität zur Lage in Graz nach den Attacken auf die Synagoge

(English below)

Am 23.8.2020 wurde ein nach Österreich geflüchteter syrischer Staatsbürger in Graz festgenommen. Er ist verdächtig, an der Grazer Synagoge die Parole „Unser Land und unsere Sprache sind rote Linien“ angebracht und mit Steinen beworfen zu haben. Auch habe er den Präsidenten der jüdischen Gemeinde, Elie Rosen, mit einem Sesselbein attackiert und auf dessen Auto eingeschlagen. Diverse andere Delikte, u.a. die Zerstörung eines Vereinslokals der LGBT-Community, werden ihm zur Last gelegt. Diese Taten wurden regional, national und international verurteilt. Die Steirische Friedensplattform publizierte am selben Tag eine Medieninformation, in der sie diesen tätlichen Angriff im Konkreten und Attacken auf Minderheiten, religiöse Gemeinschaften und Stätten im Allgemeinen scharf verurteilte.

In einer Presseaussendungen und weiteren Medienberichten wurde Herrn Rosen mit Aussagen zitiert, wonach der „israelorientierte Antisemitismus“ im Kontext der BDS-Bewegung und der Steirischen Friedensplattform der in Graz vorherrschende Antisemitismus sei.

Diese falschen und diffamierenden Anschuldigungen haben ein Vorspiel:

Die Steirische Friedensplattform und ein migrantischer Frauenverein waren AdressatInnen einer Medienkampagne im Sommer 2019. Dabei wurde eine Reihe falscher Vorwürfe des Antisemitismus vor allem im Kontext von BDS (Boykott-Divestment-Sanktionen), der aus der palästinensischen Zivilgesellschaft kommenden internationalen Solidaritätsbewegung, hochgespielt. Die Medienkampagne wurde vehement durch die rechtspopulistische FPÖ, konzertiert mit dem Koalitionspartner ÖVP vorangetrieben und gipfelte in der Erklärung des Grazer Stadtrates gegen Antisemitismus und BDS, die einzig von der KPÖ-Fraktion nicht mitgetragen wurde. Die Steir. Friedensplattform hat hier Stellung genommen.

Dem Frauenverein wurden Fördergelder entzogen und die bisherige und bewährte Benutzung der Räumlichkeiten in einem städtischen Begegnungszentrum von heute auf morgen verwehrt. Der Steirischen Friedensplattform wurde die Möglichkeit genommen, Räume für Veranstaltungen zu bekommen. Auch der renommierte Menschen- und Völkerrechtsexperte Univ.Prof. Benedek, der sich für einen Dialog und eine Recherchegruppe innerhalb des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz zum Thema Antisemitismus einsetzte, wurde Adressat von Antisemitismusvorwürfen.

Die Steirische Friedensplattform erwiderte u.a. hier und hier.

Als Solidaritätsbewegung mit den PalästinenserInnen in Österreich lassen wir nicht zu, dass unsere Aktivitäten in einen Kontext gestellt werden, der uns kriminalisieren oder in die Nähe verwerflicher Taten rücken soll.

Medienberichten, die in dieses Horn stoßen, wie zuletzt der Profil-online-Artikel von Christa Zöchling, erwiderte die Solidaritätsbewegung vehement.

Das Bündnis Palästina Solidarität Österreich hat in einer Stellungnahme mögliche andere Hintergründe für die Attacken zur Diskussion gestellt.

Wir sind mit den PalästinenserInnen im Bestreben nach Anerkennung und Durchsetzung ihrer völker- und menschenrechtlich festgeschriebenen Rechte voll solidarisch.

Wir befürworten aktiv die BDS-Bewegung.

Für ein Ende der israelischen Besatzung, ihrer Politiken der Aushungerung und Vertreibung!

Freiheit und Gerechtigkeit für Palästina!

 

Palästina Solidarität Österreich

https://www.palaestinasolidaritaet.at/de

September 2020

BILD: https://pixabay.com/users/hosny_salah-10285169/

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Information from the Palestine Solidarity Group on the situation in Graz after the attacks on the synagogue

On 23.8.2020 a Syrian citizen who had fled to Austria was arrested in Graz. He is suspected of having put the slogan “Our country and our language are red lines” on the Graz synagogue and of throwing stones at it. He is also suspected of having attacked the president of the Jewish community, Elie Rosen, with an armchair leg and of having hit his car. He is accused of various other offences, including the destruction of a clubhouse of the LGBT community. These acts have been condemned regionally, nationally and internationally. The Styrian Peace Platform published a media statement on the same day in which it strongly condemned this physical attack in concrete terms and attacks on minorities, religious communities and sites in general.

In a press release and other media reports, Mr Rosen was quoted as saying that “Israel-oriented anti-Semitism” in the context of the BDS movement and the Styrian Peace Platform was the prevailing anti-Semitism in Graz.

These false and defamatory accusations have a prelude:

The Styrian Peace Platform and an association of migrant women were the addressees of a media campaign in the summer of 2019 which projected a series of false accusations of anti-Semitism, especially in the context of BDS (Boycott Divestment Sanctions), the international solidarity movement originating from Palestinian civil society. The media campaign was vehemently promoted by the right-wing populist FPÖ, in concert with its coalition partner ÖVP, and culminated in the statement of the Graz City Council against anti-Semitism and BDS. The statement was only not supported by the KPÖ (Comunist Party). The Peace Platform opposed here.

Funding was withdrawn from the women’s association and the previous and approved use of the premises in a municipal meeting centre was denied overnight. The Styrian Peace Platform was deprived of the possibility to get rooms for events. Even the renowned expert on human rights and international law, Univ.Prof. Benedek, who advocated a dialogue and a research group within the Human Rights Advisory Board of the City of Graz on the subject of anti-Semitism, also became the addressee of anti-Semitism allegations.

The Styrian Peace Platform replied here and here.

As a solidarity movement with the Palestinians in Austria, we do not allow our activities to be placed in a context that is intended to criminalise us or bring us close to reprehensible acts.

The solidarity movement responds vehemently to media reports that sound this note, such as the recent Profil online article by Christa Zöchling.

The platform Palestine Solidarity Austria has prepared a statement in which possible backgrounds for the attacks are discussed.

We are in full solidarity with the Palestinians in their efforts to recognise and enforce their rights enshrined in international and human law.

We actively support the BDS movement.

For an end to the Israeli occupation, its policies of starvation and expulsion!

Freedom and justice for Palestine!

 

Palestine Solidarity Austria

https://www.palaestinasolidaritaet.at/de

September 2020

 

BILD:

https://pixabay.com/users/hosny_salah-10285169/

 

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