Neben der Türkei ist Indonesien das wichtigste Land, das dem US-amerikanischen Plan der völligen Unterwerfung des palästinensischen Volkes, zynisch „Board of Peace“ genannt, angeschlossen hat. Der Präsident Prabowo Subianto hat die Entsendung von bis zu 8.000 Besatzungstruppen zugesagt. Damit würde das größte muslimische Land auch das größte Kontingent im Dienste des Zionismus stellen.

Die Al Aksa Working Group ist eine zivilgesellschaftliche Organisation der Palästina-Solidarität, die gegen die schändliche Beteiligung ihres Landes an den großspurigen, aber nach viel, sehr viel menschlichem Leid zum Scheitern verurteilten US-Plänen kampagnisiert. Sie nahmen 2025 am Jüdisch Antizionistischen Kongress in Wien teil.

Hier Auszüge aus ihrer politischen Erklärung:

Der Präsident der Vereinigten Staaten (USA), Donald Trump, entwirft ein internationales Gremium zur Kontrolle der Verwaltung und des Wiederaufbaus des Gazastreifens nach der militärischen Aggression. Der zionistische Trump prahlte damit, dass dieses Gremium zu einer der einflussreichsten Institutionen der Welt werden würde.
Dieses stark transaktionale, elitäre und geopolitische Instrument der USA wird keinen Frieden in den Gazastreifen bringen, sondern stellt einen modernen Imperialismus dar, verpackt in ein humanitäres Gewand.

Trump errichtet unter dem Vorwand von Stabilisierung und Wiederaufbau ein Kolonialsystem neuen Typs, das im Wesentlichen darauf abzielt, die Kontrolle über Gaza zu übernehmen, zionistisch-israelische Kriegsverbrechen zu normalisieren und die Blockade sowie den Völkermord am palästinensischen Volk fortzusetzen.

Daher erklärt die Aqsa Working Group (AWG) folgende Position:

1. Das Board of Peace (BoP) und die International Stabilization Force (ISF) sollen zionistische Interessen in der Region sichern und die amerikanische Hegemonie weiter ausbauen, anstatt palästinensische Selbstbestimmung zu ermöglichen.

2. Die Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Annahme von Trumps Vorschlag hat das Töten nicht gestoppt. In den letzten 80 Tagen wurden mindestens 450 Zivilisten in Gaza getötet und Tausende weitere verletzt.

3. Die Einbindung der zionistischen Entität in einen internationalen Rat für Gaza ist an sich absurd. Die Täter eines Völkermords sollten verhaftet und wegen Kriegsverbrechen vor den Internationalen Gerichtshof gestellt werden, anstatt Mitspracherecht über die Zukunft Gazas zu erhalten.

4. Die Aqsa Working Group fordert gemeinsame Anstrengungen zur Reform der UN, die ihre Glaubwürdigkeit verloren hat. Insbesondere der Sicherheitsrat und sein Vetorecht benötigen einen neuen Ansatz. Die UN und die internationale Gemeinschaft müssen zum ursprünglichen Mandat des Völkerrechts zurückkehren!

5. Die Aqsa Working Group unterstützt die Schritte der Präsidenten von Frankreich, Schweden und Norwegen beim Rückzug aus dem World Board of Peace und fordert den Präsidenten der Republik Indonesien, Prabowo Subianto, auf, sich aus allen Trump-bezogenen Vorhaben und Plänen im Zusammenhang mit dem Gaza Board of Peace zurückzuziehen.

6. Jeder Versuch, Gaza ohne ein vollständiges Ende der Aggression, die Aufhebung der Blockade und die vollständige Anerkennung der palästinensischen Souveränität wieder aufzubauen, stellt eine Form neuen Kolonialismus dar. Der Wiederaufbau darf nicht als Instrument zur Legitimierung von Besatzung und ethnischer Säuberung missbraucht werden.

7. Die Aqsa Working Group lehnt jede Form der ausländischen militärischen Einmischung Gazas ab, die zu einem imperialen Instrument erneuter Unterdrückung werden würde.

8. Zionistisch kollaborierende arabische und muslimische Länder (Ägypten, VAE …) sind eine untergrabende Schande für die Umma.

9. Die Aqsa Working Group ruft die weltweite Solidarität dazu auf, wachsam gegenüber falschen Friedensnarrativen zu bleiben, die globale Solidarität zu stärken und weiterhin Druck auszuüben, damit der Völkermord in Gaza endlich gestoppt wird.

Voran, gemeinsam in Einheit! – befreit Palästina!

22. Januar 2026

Vorsitzender des AWG-Präsidiums
Muhammad Anshorullah

Originalerklärung in Englisch:

https://www.antiimperialista.org/en/2026-02-23-indonesians-ask-for-withdrawal-from-trumps-colonial-board-of-peace