Mahnwache von Frauen in Schwarz (Wien)
Samstag, 28. März 2026, von 15:00 bis 16:30 Uhr
Graben/Ecke Kohlmarkt
1010 Wien

FÜR EIN ENDE ALLER KRIEGERISCHEN HANDLUNGEN IN IRAN, LIBANON, GAZA – 
EIN ENDE DER ISRAELISCHEN ANNEXION DER WESTBANK,  VERTREIBUNG UND SIEDLERGEWALT

(Englische Version in Attachment)

Seit dem letzten Jahr haben die USA und Israel zwei Mal diplomatische Gespräche mit dem Iran als Tarnung genutzt, um das Land zu bombardieren.

Seit Jahrzehnten sucht Israel nach Vorwänden den Iran anzugreifen.

In diesem Krieg geht es nicht darum Terrorismus zu bekämpfen; nicht um ein Stoppen der nuklearen Entwicklung (Iran hat keine Atomwaffen, die USA und Israel schon); nicht um Frauenbefreiung; nicht darum, den Weg für die Demokratie im Iran zu ebnen.

Was seit dem 28. Februar geschieht, wird in einem Newsletter von Jewish Voice for Peace (JVP) als „das US-israelische Endspiel: Völkermord und hyperkapitalistischer Imperialismus“ bezeichnet. Regimewechsel, Befreiung des iranischen Volkes von einem autoritären Regime waren und sind nichts als Vorwände für die Angriffe, sind Lügen und beschwichtigende Worte, um die Weltöffentlichkeit zum Schweigen oder Zustimmen zu bewegen. Menschen zählen für die Kriegstreiber nicht, nicht im Iran, nicht in Gaza, nicht im Libanon.

Das gemeinsame Interesse der USA und Israels an der Durchführung dieses illegalen Angriffskriegs gegen den Iran besteht darin, die Region nach dem Bild ihrer eigenen Interessen im Dienste ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht weiter bzw. neu zu gestalten. Der von den USA unterstützte israelische Völkermord und die ethnischen Massensäuberungen in Palästina sind nur ein Teil dieser großen Strategie, deren langfristiges Ziel es ist, die gesamte Region unter eine kapitalistische US-amerikanische und von Israel dominierte Ordnung zu bringen.

LIBANON Während der Iran bombardiert wird, löst der israelische Staat auch einen regionalen Krieg aus, indem er seine expansionistischen und völkermörderischen Ziele vorantreibt, den Süden des Libanon, auch Beirut und andere Gebiete bombardiert, Hunderttausende Einwohner vertreibt, zu Flüchtlingen macht, und das Gebiet südlich des Litani Flusses bereits militärisch eingenommen hat. Auch hier ist die Bekämpfung der Hisbollah nur ein Vorwand. Israel verwendet dieselben Strategien wie in Gaza, indem es zivile Wohngebiete, Schulen, Gesundheitseinrichtungen bombardiert, medizinisches Personal tötet etc.

GAZA Während die Welt auf den Iran blickt, intensiviert Israel seine Besetzung und totale Zerstörung von mehr als der Osthälfte Gazas, treibt die ethnische Säuberung, die weitere Zerstörung von Gaza voran, tötet täglich Menschen, und hält an der Blockade dringend benötigter Hilfsgüter fest. Ein Grenzübergang ist zwar wieder geöffnet worden, doch manchmal werden weniger als 200 Lastwägen durchgelassen. Benötigt werden täglich mindestens 600. Wieder stiegen die Preise für die viel zu wenigen Lebensmittel. Ein Großteil der Menschen kann sich die Lebensmittel nicht mehr leisten für die Iftar-Mahlzeiten im vergangenen Ramadan oder die Eid Feiertage. Der sogenannte Waffenstillstand und der groß angekündigte Friedensplan Trumps, der nie einer war, verschwanden aus den Medien. Trumps „Board of Peace“- Pläne für die Zukunft des Gazastreifens sind/waren vielmehr dies: US-amerikanische und westliche Milliardäre würden profitieren, während die Palästinenser in hyperüberwachte Konzentrationslager gezwungen werden sollen. Die medizinische Versorgung Gazas wird immer prekärer. Menschen jeden Alters sterben an normalerweise behandelbaren oder chronischen Krankheiten oder Kriegsverletzungen. Nach einem totalen Stopp, dürfen wieder nur einige wenige Schwerkranke und Verletzte die Rafah-Grenze passieren um dringend nötige Behandlungen im Ausland zu erhalten. (Dringend ausreisen müssten mehr als 18.000). Ein kleines Beispiel des bewusst eingesetzten Blockierens von Hilfsgütern: Israel hält 15.000 Kartons von Medikamenten gegen Erkältungskrankheiten zurück, lässt sie nicht über die Grenze, mit der Begründung, das darin enthaltene Glyzerin könnte für Waffen verwendet werden(!) Für die Menschen in Gaza ist die Hoffnung, jegliche Zukunftsperspektive auf ein Minimum gesunken.

WESTJORDANLAND , OSTJERUSALEM Während Israel und USA den Iran bombardieren nimmt die Gewalt, Zerstörung, Vertreibung im Westjordanland und auch in Ostjerusalem immer mehr zu. Die Errichtung von jüdischen Siedlungen wird forciert, die illegale Annexion schreitet voran. Radikale Siedler überfallen fast täglich ungestraft mit dem Militär im Rücken und oft an ihrer Seite Dörfer, erschießen oder verhaften Menschen kaltblütig, zerstören Häuser, Agrarflächen, Autos, verbreiten Angst und Schrecken. Palästinenser verlassen unter diesem Druck ihre Dörfer, Felder, Weiden, wissen aber meist nicht wohin sie gehen sollen. Seit den Angriffen auf den Iran erteilt Israel keine Zugangsbewilligungen für die Al Aqsa Moschee mehr. Doch auch christliche Kirchen und Kultstätten sind abgeriegelt. Israels beschleunigte Strategie umfasst Wirtschaftsblockaden, Straßensperren, pauschale Entziehung von Einreiseerlaubnis für Jerusalem, zunehmende Hauszerstörungen, vermehrte nächtliche Verhaftungsrazzien, die Einleitung gerichtlicher Maßnahmen zur schrittweisen Legalisierung der Annexion des Westjordanlands sowie die Bewaffnung von Siedlergruppen, die in Dörfer eindringen und Bewohner in groß angelegten Pogromen und Lynchmorden töten.

Die Welt muss ihr Schweigen brechen – ihre Ignoranz, die Unterstützung aller kriegerischen Aktivitäten!

Wir fordern:

  • Stopp dem Krieg, dem Töten; Einleitung ehrlicher Friedensbemühungen, Friedensverhandlungen – ohne Gerechtigkeit kein Frieden
  • Ein Ende aller kolonialistischen, imperialistischen Bestrebungen der USA und Israels
  • Ein Ende der Expansionsbestrebungen Israels im Nahen Osten
  • Ein Ende der Apartheid Israels
  • Ein Ende des Völkermords in Gaza
  • Stopp der Annexion des Westjordanlandes und Ostjerusalems
  • Stopp der ethnischen Säuberung, der Menschenrechtsverletzungen an den Palästinenser*innen
  • Suspendierung des EU-Israel Assoziierungsabkommens