Nations League Spiel Österreich – Israel, Donnerstag, 24. September 2026

Frieden, Würde und Gerechtigkeit für alle Menschen in Palästina!

Fussball darf nicht für die Verschleierung von Kriegsverbrechen missbraucht werden!

ÖFB: Wie steht ihr zum Völkermord?

Sofortige Beendigung der Militär- und Rüstungskooperation Österreichs mit Israel!

Protestaktion

Donnerstag, 24. September 2026, 18.00, Hauptbahnhof Linz

Am 24. September 2026 findet das Länderspiel Österreich – Israel im Rahmen der UEFA Nations League in der Raiffeisen Arena in Linz statt. Dadurch wird der Eindruck vermittelt, in Palästina sei alles in Ordnung. Man könne sich getrost dem Freizeitspaß widmen. Dem ist keinesfalls so: In Gaza fand ein genozidaler Krieg statt, Menschen werden nach wie vor von der Besatzungsmacht Israel ermordet. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Die Menschen leben in Zelten und notdürftigen Behausungen und werden selbst dort immer wieder bombardiert. Im Westjordanland wird die autochthone Bevölkerung von gewalttätigen faschistischen Siedlern drangsaliert, oftmals einfach ermordet. Der israelische Staat hätte als Besatzungsmacht die Verpflichtung die Bevölkerung zu schützen, kommt dieser Aufgabe aber nicht nach. Auch in Israel herrscht ein Apartheidsystem: der arabischstämmigen Bevölkerung werden gleiche Rechte verwehrt.

Das offizielle Österreich hat dazu in den meisten Fällen geschwiegen, gelegentlich wurde ein halbherziger Protest abgesetzt. Doch nicht nur das: Österreich hat während des genozidalen Krieges gegen die palästinensische Bevölkerung die militärische, Rüstungs- und energiewirtschaftliche Kooperation dramatisch intensiviert! Allein in den Jahren 2024 und 2025 wurden Geschäfte im Volumen von 500 bis 600 Millionen Euro abgeschlossen. Österreich kauft in Israel „kriegserprobte“ Rüstungsgüter im großen Stil ein. Auch das Raketenabwehrsystem Arrow 3 im Volumen von 2,4 bis 4 Mrd Eur soll bei israelischen Rüstungsfirmen eingekauft werden. Das oö. Unternehmen BRP-Rotax hat zumindest bis 2024 Motoren für die Hälfte der israelischen Kriegsdrohnen geliefert. Bis heute weigert sich die Bundesregierung die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die halbstaatliche OMV beteiligt sich seit 2025 gemeinsam mit dem größten israelischen Erdgasproduzenten, NewMed, an der Exploitation von Erdgas im Schwarzen Meer und stärkt damit Israel wirtschaftlich den Rücken. Das muss sofort beendet werden.

Wir fordern:

  • Sofortiger Austritt Österreichs aus dem EU-ISRAEL ASSOZIIERUNGSABKOMMEN
  • Keine Rüstungsgeschäfte mit Israel! – Schluss mit der Lieferung von Drohnenmotoren, Schusswaffen u.a. Rüstungsgütern
  • Keine Unterstützung der israelischen Rüstungsindustrie durch Beschaffung von Tötungsmaschinen durch das Bundesheer.
  • Sofortige Aufkündigung des Kooperationsabkommens des Bundesheeres mit Israel!
  • Nicht Lockerung sondern Verschärfung der Beschränkungen von Rüstungsexporten an Kräfte, die Völker- und Menschenrecht verletzen, auf Grundlage der Verpflichtungen, die sich aus der Neutralität und anderen völkerrechtlichen Verpflichtungen (Völkermordkonvention, Arms Trade Treaty) ergeben.
  • Strafrechtliche Verfolgung derjenigen, die mit ihren Geschäften im Rüstungs- und Sicherheitsbereich bei der Zerstörung der Menschenrechte Profit machen.

Österreich muss zu einer Friedenspolitik auf Grundlage der immerwährenden Neutralität zurückkehren. Österreich muss klar und deutlich Partei ergreifen für die Menschenrechte und das Völkerrecht. Österreich muss sich an die Seite derjenigen stellen, die in ihrem Kampf für ein Leben in Würde, mit Unterdrückung, Folter und Mord bedroht werden.

Frieden, Freiheit, Würde und Gerechtigkeit für die Palästinenser*innen!

Sanktionen gegen Apartheid!

Veranstalter: Solidarwerkstatt Österreich, Palästina Solidarität Linz

unterstützt von Palästina Solidarität Österreich