Kein Fußball mit dem Apartheidstaat – kein Fußbreit den Faschisten
Rote Karte für Völkermord – der ÖFB muss dem irischen Beispiel und den demokratischen Fans folgen, und die Matches gegen den Terror-Staat absagen
Linz Hbf, 24.9.26 18h
Österreich trifft in der UEFA Nations League auf Irland, dem Kosovo und Israel. Der Apartheidstaat nutzt internationale Großveranstaltungen immer dazu, seinen Völkermord weißzuwaschen und so zu tun, als wäre das normal.
Der Apartheidstaat seinerseits ermordete seit Oktober 23 mindestens 383 palästinensische Vereinsspieler:innen , darunter auch einige international bekannte wie den Nationalspieler und Kapitän des Vereins Ahli GazaMohammed Barakat, die Nationalspielerlegende Suleiman al-Obeid und zuletzt den Torhüter Salim Khader Al-Ashqar. U.a. mit Killerdrohnen, die mit Leichtmotoren der oberösterreichischen Firma Rotax fliegen. Die israelische Besatzungsarmee verwundete viele weitere Athlet:innen schwer, tötete Nachwuchstalente und schoss sie zu Krüppeln und zerstörte den größten Teil der Sportinfrastruktur in Gaza. Sanktionen seitens der FIFA oder UEFA gab es seitdem nicht, obwohl Artikel 2 ihrer Statuten jede Form von Rassismus verbietet. Bereits im Herbst 2025 forderten die nationalen Fußballverbände von Irland, Norwegen und der Türkei des Ausschluss Israels von der UEFA, genauso wie der UN-Menschenrechtsbeitrat. Die Abstimmung wurde mit Verweis auf den Waffenstillstand nicht durchgeführt. Jedoch: der Völkermord in Gaza dauert an! Nur mit anderen Methoden.
Überall in der Welt zeigen Fans, Spieler, Trainer und Fußballfunktionäre öffentlich Solidarität mit dem massakrierten und Widerstand leistenden palästinensischen Volk und fordern den Ausschluss Israels aus allen Bewerben.
In Irland hat sich die Kampagne „Stop the Game“ gegründet, die auch von führenden Funktionären der Football Association of Ireland (FAI) sowie von der Band Kneecap unterstützt wird. Sie fordern von der FAI, die Spiele gegen Israel abzusagen und damit ein Zeichen gegen Apartheid und Völkermord zu setzen.
Um dem enormen Druck der demokratisch gesinnten Öffentlichkeit zu begegnen, hat der FAI beschlossen die Spiele außerhalb Irlands abzuhalten.
„Stop the Game“ hat darauf mit weiteren Protesten reagiert und fordert die vollständige Absage.
Wir wollen dem Aufruf der irischen Protestbewegung folgen und uns an der irischen Kampagne „Stop the Game“ ein Beispiel nehmen und fordern den ÖFB daher auf, die Spiele gegen Israel abzusagen und sich nicht an einer Normalisierung der Apartheids- und Völkermordpolitik des israelischen Staates zu beteiligen. Leider ist der ÖFB-Präsident Josef Pröll auf das Engste mit der Regierungspartei ÖVP verbunden, die jedem Verbrechen Israels die Stange hält, die österreichische Verfassung bricht, um die koloniale Landnahme und Ausrottung der ursprünglichen Bewohner:innen schönzureden und von fanatischen Unterstützern der terroristischen Siedler:innen wie Exkanzler Kurz und Exparlamentspräsident Sobotka durchsetzt ist. Gerade Österreich trägt jedoch aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung, sich konsequent gegen Menschenrechtsverletzungen zu stellen und nicht wieder Komplize in einem Völkermord zu werden.
Es ist eine antifaschistische Verpflichtung, nicht gegen die Nationalmannschaft eines Staates anzutreten, der sich eines noch immer andauernden Völkermordes, Kriegsverbrechen und einer jahrzehntelangen Militärbesatzung schuldig macht.
Zudem erwiesen sich bestimmte israelische Fußballfangruppen wiederholt als gewalttätig, so auch im November 2024 in Amsterdam. Dort attackierten sie Passant:innen, verherrlichten den israelischen Vernichtungskrieg auf der Straße, randalierten, skandierten rassistische Slogans („Tod den Arabern“, „Möge dein Dorf brennen“). Sehr wahrscheinlich haben viele von Ihnen als Besatzungssoldaten gedient oder waren sogar unmittelbar an Kriegsverbrechen beteiligt. Demokratische Stimmen des Protests wurden versucht mit Gewalt niederzuknüppeln.
Solche Vorfälle haben die Debatte über Spiele gegen Israel weiter verschärft, die einen Hauch des zionistischen Terrors zu uns auf die Straße bringen.
Sollte der ÖFB das geplante erste Spiel am 24. September in Linz nicht absagen, bereiten wir eine Protestaktion vor.
Kommt nach Linz und setzt mit uns ein Zeichen: Für Menschenrechte, gegen Apartheid und gegen die Normalisierung von Völkermord.
Fußball ist eine globale Macht – setzen wir sie für Gerechtigkeit und Frieden in Palästina ein!
Kein Fußball mit dem Apartheidstaat – kein Fußbreit den Faschisten!
Rote Karte für Israel! Ausschluss von der UEFA! Absage der Ländermatches gegen Israel!
Palästina-Solidarität rein in die Fußballstadien!
Initiative Palästina Solidarität (IPS)
Frauen in Schwarz Wien
Palästina Solidarität Steiermark
Palästina Solidarität Kärnten
