Am 15.05. 2026 beim Song Protest 2026 Vienna
Mein Name ist Tarkan Tek und ich arbeite für eine humanitäre Organisation. Ich richte mich im Namen des Organisationskomitees des Song Protests und der Palästina Solidarität Österreich an euch.
Wir alle, die wir uns heute hier versammeln, sind Ausdruck einer wachsenden demokratischen Opposition gegen die andauernde Unterstützung des Völkermords an den Palästinensern durch unsere Eliten. Immer größere Teile der Bevölkerung und besonders der Jugend stellen sich auf die Seite des palästinensischen Volkes.
Doch unser politisch-mediales System bringt das nicht zum Ausdruck. Es wird immer antidemokratischer. Die öffentliche Artikulation gegen Kolonialismus und Apartheid in der politisch-medialen Sphäre wird nicht zugelassen.
Ein Ausdruck davon ist, dass der ORF und die Regierung zulassen, dass Israel den Song Contest zu einer Jubelveranstaltung transformiert. Der Völkermord soll weißgewaschen werden. Und das noch ganz zynisch im Namen der Diversität.
Mit dem Song Protest versuchen wir, die Stimme des palästinensischen Volkes und seines Widerstands zu verstärken und mit der demokratischen Opposition hier zu verbinden. Wir schaffen ein Medium, ja wir sind ein Organ, um mit der Bevölkerung zu sprechen und in einen demokratischen Dialog zu treten.
So haben wir es auch mit unseren Demonstrationen gemacht. Mit der Liste Gaza. Dem Palästina- und dem Jüdisch Antizionistischen Kongress. Und vielen anderen Initiativen.
Wir haben dafür den Gedenktag der Nakba, der palästinensischen Katastrophe der Vertreibung gewählt. Alle sollen wissen, dass das Problem der Zionismus, der westlich-israelische Kolonialismus ist. Frieden wird es erst geben, wenn die Apartheid beendet ist und das palästinensische Volk sich selbst bestimmen kann.
Wir haben den Ausschluss Israels vom Song Contest gefordert. Dass das geht, haben Spanien, Slowenien, die Niederlande, Irland und Island vorgezeigt. Sie boykottieren diese Genozid-Propaganda. Aber wir wollen mehr. Auch im Sinne der österreichischen antifaschistischen Verfassung mit seinem Gebot zur staatlichen Neutralität muss die Regierung aufhören, den Völkermord-Staat zu unterstützen und ihn stattdessen mit Sanktionen belegen. Der erste Schritt wären die Aufkündigung aller Kooperationen und Verträge. Auch dabei ist Spanien vorangegangen. Es fordert die Suspendierung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens.
Wir laden euch alle ein, mit uns gemeinsame Sache zu machen. Alle gemeinsam, mit unserer Unterschiedlichkeit, so wie wir hier stehen, Muslime, Christen, Linke, demokratisch gesinnte Menschen. Die Herrschenden sind verantwortlich für Spaltung, Ausschluss und Gewalt. Wir stehen für Inklusion, demokratische Selbstbestimmung und Frieden.
Verlangen wir das, was vielen unmöglich erscheint: eine demokratische Regierung des Friedens, die Israel jede Unterstützung entzieht, so dass es den Völkermord beenden muss.
