Diskussion mit Haya Abu Warda und Maya Yavin, Zochrot

Im April 2026 brachte Zochrot die Publikation „Rückkehr während des Völkermords. Zeit, die Nakba zu beenden“ heraus. Zochrot ist eine Aktivist:innengruppe, die vertriebene Palästinenser:innen und israelische Jüd:innen umfasst. In ihrer Arbeit priorisieren sie das Rückkehrrecht als Schlüssel zur Dekolonialisierung Palästinas. Die Durchsetzung des Rückkehrrechts für alle vertriebenen Palästinenser:innen verstehen sie als Kern „wahrer Gerechtigkeit in Palästina, [… als …] das Streben nach Freiheit, Selbstbestimmung und Leben. […] Gerechtigkeit für die Palästinenser:innen schließt die Verpflichtung der Unterdrücker:innen ein, sich einem grundlegenden Wandel zu unterziehen und sich am Abbau der Kolonialherrschaft sowie am Aufbau einer gerechten und egalitären Gesellschaft zu beteiligen“, heißt es in ihrer Schrift.

Der Gazastreifen, das Gebiet, in dem wir einen anhaltenden Völkermord erleben, ist ein Produkt der Nakba. Viele dort lebende Palästinenser:innen sind mehrfach im eigenen Land vertrieben worden. Der Anspruch der zuletzt erschienenen Publikation, die im Rahmen der Diskussionsveranstaltung vorgestellt wird, ist ein praktischer: „Während wir der Nakba von 1948 gedenken und der zionistische Kolonialismus weiterhin Vertreibung, Enteignung und Zerstörung hervorbringt, sprechen wir über die Rückkehr der vertriebenen Palästinenser:innen an die Orte und in die Dörfer ihrer Vorfahren“, und darüber, wie diese realisiert werden kann.

Bild und Text: @Zochrot: Zochrot – Return Amidst Genocide | Time to End the Nakba