Samstag, 13. Juni 2026, von 15:45 bis 17:15 Uhr
Graben/Ecke Kohlmarkt
1010 Wien
NAKBA OHNE ENDE?
ISRAELS GEWALTVOLLE ETHNISCHE SÄUBERUNG AN DEN PALÄSTINENSERN NIMMT ZU – WIE LANGE SCHWEIGT DIE WELT NOCH?
Der 15. Mai ist jährlich das Gedenken an die NAKBA (arabisch: Katastrophe), als zionistische Milizen zwischen 1947 und 1949 mehr als 750.000 Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben, Tausende töteten und Hunderte Dörfer und Städte zerstörten.
Die NAKBA hat seither nie geendet. Sie ist ein jahrzehntelanger Kreuzzug zur Auslöschung des palästinensischen Lebens, ist ein andauerndes Verbrechen Israels gegen die Menschlichkeit, das seit 78 Jahren zur anhaltenden und andauernden Vertreibung des palästinensischen Volkes führt.
Die NAKBA ist ein Prozess der Enteignung des Landes der Palästinenser, und ihrer Ressourcen sowie die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Sie setzt sich bis heute in besonders eklatanter Weise fort und gipfelt im grausamen Völkermord in Gaza, wie auch in der beschleunigten Annexion der Westbank und Ostjerusalems.
• In GAZA ist nach über 2 ½ Jahren des Völkermords, der Tötung von über 72.900 Menschen (mehr als 173.000 Verletzten), die gesamte Infrastruktur zerstört. Unter Verletzung des Waffenstillstands (seit 10. Oktober 2025) dauern die tödlichen Bombardierungen an; der Bevölkerung fehlt es an allem und sie lebt unter unmenschlichen Bedingungen. Die von Israel gezogene „gelbe Linie“ schränkt Tag für Tag das Gebiet mehr ein, in dem über 2 Millionen Palästinenser zusammengepfercht leben. (75 % sind Flüchtlinge bzw. deren Nachkommen von 1948). Mittlerweile besetzt der IDF über 60% des östlichen Teils, plant bereits 70% einzunehmen, errichtet Militärstützpunkte, kilometerlange Erdwälle. Ehemalige Siedlungen, Agrarland, Plantagen dieses fruchtbaren Teils wurden dem Erdboden gleichgemacht; Boden, der bereits durch Einsatz chemischer Waffen für Jahre unfruchtbar geworden ist.
Nach wie vor blockiert Israel dringend benötigte Hilfslieferungen. Die Menschen können sich die wenigen importierten(!) Lebensmittel nicht mehr leisten. Es droht eine erneute Hungersnot. Die ohnehin fragilen Zeltlager entlang des sandigen Küstenstreifens sind durch den harten Winter schwer beschädigt bis unbrauchbar – jetzt brauchen die Menschen erneut Schutz vor der Hitze.
Die medizinische Versorgung Gazas wird immer prekärer. Menschen jeden Alters sterben an normalerweise behandelbaren oder chronischen Krankheiten oder Kriegsverletzungen. In den wenigen teilweise funktionierenden Spitälern fehlt es an allem; neben Treibstoff für Generatoren, medizinischem Equipment, an Medikamenten, Verbandmaterial etc. 20.000 Patienten sollten für überlebensnotwendige Behandlungen ausreisen, was Israel verhindert, bis auf wenige Ausnahmen. Die schwer traumatisierten Kinder und auch die Erwachsenen haben kaum Möglichkeiten einer seelischen Heilung, einer Aufarbeitung der unbeschreiblichen Erfahrungen. Das gesamte Bildungssystem ist zerstört, die wenigen Schulinitiativen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Menschen in Gaza führen nach wie vor einen täglichen Überlebenskampf, ohne Zukunftsperspektive. Es gibt kein Zeichen eines Wiederaufbaus. Trumps Friedensplan existierte von Anfang an nur am Papier und reiht sich ein in das Schweigen der Welt.
• Im Westjordanland schreitet die Ausweitung der israelischen Siedlungen und der Raub palästinensischen Landes und palästinensischer Ressourcen in beispiellosem Tempo voran; palästinensische Bewohner werden in ihrer Bewegungsfreiheit immer mehr eingeschränkt, und sind täglichen Siedlerangriffen ausgesetzt, die von der israelischen Armee unterstützt werden, was zur Vertreibung einer wachsenden Zahl lokaler palästinensischer Gemeinschaften führt.
• In Ostjerusalem werden vermehrt Bewohner vertrieben und ihre Häuser zerstört; in vielen Stadtvierteln wie Silwan und Sheikh Jarrah wird die ethnische Säuberung immer mehr beschleunigt.
• In Israel sind Palästinenser (die 20% der Bevölkerung ausmachen) diskriminierenden Gesetzen ausgesetzt, und leben täglich unter Bedrohung ihrer persönlichen Sicherheit und ihrer Existenzgrundlage. Der Prozess der gewaltsamen Vertreibung von 1948 setzt sich nun vermehrt an den Beduinen in der Wüste Negev fort.
Mit denselben Strategien wie in Gaza geht Israel im Libanon vor. Nicht die Bekämpfung der Hisbollah ist das Ziel, sondern die Besetzung weiter Gebiete. Seit 2. März tötete Israel über 3.500 Menschen und verwundete mehr als 10.600. Die Vertreibung der Einwohner des Südlibanon nimmt drastisch zu.
Israel beschloss ein Gesetz zur Einführung der Todesstrafe (nur für Palästinenser) – von westlichen Staaten kamen nichts als kritische Worte. Über 9.000 Palästinenser sind in israelischen Gefängnissen inhaftiert, viele in Administrationshaft. Die Berichte (zuletzt von UNO) über grausamste Folter, inklusive Vergewaltigungen an palästinensischen Gefangenen mehren sich, und können nicht mehr ignoriert werden.
Die Welt muss endlich ihre Ignoranz, ihr Schweigen brechen – die fortdauernde NAKBA muss enden!
• Sofortige SUSPENDIERUNG DES EU-ISRAEL ASSOZIIERUNGSABKOMMENS;
• Stopp aller kriegerischen Handlungen, Einleitung ehrlicher Friedensbemühungen;
• Ein Ende aller kolonialistischen, imperialistischen Bestrebungen der USA und Israels;
• Ein Ende der Expansionsbestrebungen Israels im Nahen Osten;
• Ein Ende der Apartheid Israels , der ethnischen Säuberung, der Menschenrechtsverletzungen an den Palästinenser*innen;
• Ein Ende des Völkermords in Gaza, sofortige ausreichende Hilfslieferungen, Beginn des Wiederaufbaus
• Stopp der Annexion des Westjordanlandes und OstjerusalemsSofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an Israel ( Siehe hierzu:
