Global Sumud:

Dr. Hussam Abu Safiya – Sein Schicksal steht symbolisch für das Leid palästinensischer Gesundheitsfachkräfte und den Terror des israelischen Gefängnissystems/das Leid der Palästinenserinnen durch den Terror Israels und den andauernden Völkermord

Im Dezember 2024 stürmte das israelische Militär das Kamal-Adwan-Krankenhaus im Norden Gazas und nahm dessen Direktor, den Kinderarzt Dr. Hussam Abu Safiya, sowie weitere Mitglieder des medizinischen Personals fest. Obwohl sie hätten fliehen können, entschieden sie sich, ihre Patientinnen und Patienten nicht im Stich zu lassen. Dr. Abu Safiya war zuvor zu einer der bekanntesten Stimmen geworden, die die Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza öffentlich dokumentierten.

Seit seiner Festnahme wird er ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren festgehalten. Internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Ärzte für Menschenrechte – Israel fordern seine sofortige Freilassung. Nach Berichten seines Anwalts wird Dr. Abu Safiya in einem unterirdischen Trakt des Nitzan-Gefängnisses unter lebensbedrohlichen Bedingungen festgehalten. Er soll systematischer Folter, Misshandlungen und medizinischer Vernachlässigung ausgesetzt sein. Sein Gesundheitszustand ist kritisch; sein Leben ist nach Angaben seines Rechtsbeistands akut in Gefahr.

Dr. Hussam Abu Safiyas Schicksal steht stellvertretend für das vieler palästinensischer Gesundheitsfachkräfte und anderer Palästinenserinnen und Palästinenser, die ohne Anklage in israelischer Haft festgehalten werden. Internationale Menschenrechtsorganisationen sowie die Vereinten Nationen haben wiederholt über Folter, unmenschliche Haftbedingungen und die Verweigerung medizinischer Versorgung in israelischen Gefängnissen und Militärlagern berichtet.

Die unmenschliche Behandlung palästinensischer Gesundheitsfachkräfte in Gaza durch Israel, einschließlich willkürlicher Inhaftierungen und Folter, wurde dadurch ermöglicht, dass Staaten bewusst darauf verzichtet haben, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um den nach wie vor andauernden Völkermord Israels an den Palästinenser*innen zu stoppen.  Neben der Zerstörung von Schulen und anderer wichtiger Infrastruktur, der gezielten Ermordung von Journalisten ist die Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza (Infrastruktur als auch die palästinensische Gesundheitsfachkräfte) als auch die  systematischer Folter von palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen und Militärlagern ein Muster in diesem nach wie vor andauernden  Völkermord. 

Wir schließen uns dem weltweiten Aufruf von Menschenrechtsorganisationen und den Vereinten Nationen an und fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya. Bis zu seiner Freilassung müssen die israelischen Behörden seinen Schutz vor Folter und jeder Form der Misshandlung gewährleisten, ihm unverzüglich eine angemessene medizinische Versorgung ermöglichen und unabhängigen Beobachterinnen und Beobachtern – insbesondere dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) – Zugang zu ihm gewähren.

Unterstützt diesen Aufruf! 

1. Unterzeichnet die Petition von Amnesty International hier: https://www.amnesty.at/mitmachen/urgent-action/gaza-kinderarzt-bei-arbeit-festgenommen/

2. Österreich wurde kürzlich zum vierten Mal als nichtständiges Mitglied in den UN-Sicherheitsrat gewählt. Damit trägt unser Land eine besondere Verantwortung, sich für Frieden, den Schutz der Menschenrechte und die Achtung des Völkerrechts einzusetzen.

Schreibt daher  an die österreichische Bundesregierung bzw seine Bettreter:innen  und fordert sie auf, sich mit Nachdruck für die sofortige Freilassung von Dr. Hussam Abu Safiya einzusetzen und alle diplomatischen Möglichkeiten zu nutzen, um sein Leben zu retten.

Fordern wir zugleich die Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte für alle willkürlich inhaftierten palästinensischen Gefangenen: Zugang zu fairen Gerichtsverfahren, Schutz vor Folter und Misshandlung sowie – sofern keine rechtmäßige Grundlage für ihre Inhaftierung besteht – ihre unverzügliche Freilassung.

Auf unserer Seite bei der „Postkartenaktion“ könnt ihr direkt die Emailadressen der jeweiligen Regierungsvertreter:innen anklicken und könnt dem gierigen Text mit eurer Forderung nach Freilassung ersetzen.

Natürlich sind die Forderungen nach Sanktionen nach wie vor sehr wichtig, um diesen Völkermord zu beenden.