Mehr als 1 % aller aktiven Studierenden der Universität Wien unterstützen den Aufruf, über die Rolle ihrer Uni inmitten der globalen Aufrüstung und der Zerstörung aller akademischen Infrastruktur in Gaza zu diskutieren, und ermöglichen damit die Einberufung einer offiziellen Studierendenversammlung – die erste dieser Art.
Das Studierendenbündnis lädt hiermit zu der Pressekonferenz ein:
Mittwoch 27 Mai, 10:00, Rögergasse 24-26, 1090 Wien.
Die Versammlung findet offiziell am 1.Juni statt. Die antragstellenden Studierendengruppen, darunter @uniwienforpalestine, thematisieren dabei die strategische Partnerschaft der Uni Wien mit der Israelischen Hebrew University of Jerusalem, die Ausbildungsprogramme mit dem Israelischen Militär anbietet. Auch andere Themen, wie die aktuelle Uni-Budgetkürzung, das Kopftuchverbot, Polizeipräsenz an der Uni, antimuslimischer Rassismus, und Einschränkungen der freien Lehre, werden diskutiert.
“Die größte Uni im deutsch-sprachigen Raum muss sich von den aktuellen Aufrüstungsentwicklungen entkoppeln, und sich der Forschung für zivile Zwecke verpflichten. In Gaza wurden alle Universitäten zerstört. Es muss nicht nur der Beistand unserer Uni an diesem Völkermord gestoppt und zur Rechenschaft gezogen werden, sondern auch die aktive Unterstützung eines Wiederaufbaus der akademischen Infrastruktur als Verpflichtung jedes zivilen, akademischen Instituts anerkannt werden. Darüber hinaus soll sich die Uni als Ort der freien Lehre beweisen; sie hat dafür Sorge zu tragen, dass Diskurse und Personen, die den Status Quo herausfordern, von ihr geschützt werden, statt diese Diskurse selbst zum Verstummen zu bringen.”, sagt das Studierendenbündnis. Mit diesen Themen im Mittelpunkt, werden vor Ort Anträge diskutiert, und über eine demokratische AbstimmungeForderungen an die Hochschüler*innenvertretung und darüber hinaus die Universitätsleitung beschlossen.
Die Antragstellenden thematisieren u.A die Partnerschaft der Uni Wien mit der Israelischen Hebrew University, die Ausbildungsprogramme für deren Militär anbietet, sowie die universitären Budgetkürzungen, Freie Lehre, das Kopftuchverbot und Polizeipräsenz am Campus. Gefordert wird, dass sich die Uni Wien als Ort der freien Lehre beweist und kritische Stimmen schützt, statt sie zum Verstummen zu bringen. Angesichts der Zerstörung aller Universitäten in Gaza müsse sich die Uni Wien zudem für den Wiederaufbau akademischer Infrastruktur einsetzen. Das Bündnis wird einen Antrag zur Abstimmung vorbringen, der sich für eine klare Entkopplung der Universität von Militarisierung und eine Zivilklausel einspricht.
